Solothurns kleiner Vogelzoo zu Füssen der St. Ursen-Kathedrale

Seit mehr als 100 Jahren gibt es in Solothurn eine Voliere. Seit 1954 befindet sie sich an der Rötistrasse oberhalb des Kinderspielplatzes auf der Chantierwiese. Rund 180 Papageien, Sittiche, Finken, Tauben und Wachteln bevölkern die Kojen. Die  Anlage dient der Freude der Passantinnen und Passanten und wird von Mitgliedern der Ornithologischen Gesellschaft Solothurn ehrenamtlich betreut.

Chica ist gestorben

Während gut 20 Jahren war die Graupapageiendame Chica der Publikumsliebling in der Voliere Solothurn. Chica, die von einem privaten Vogelzüchter am Solothurner Rosenweg offenbar direkt aus Afrika importiert worden war, ist anfangs der Achtzigerjahre geboren. Das genaue Datum ist unbekannt. Um das Jahr 2000 wurde sie der Voliere geschenkt und lebte dort als einziger Graupapagei, bis sie im September 2017 in Pauli einen Begleiter erhielt, der ihre Sprache versteht. Die Papageiendame blühte in der Folge noch einmal auf und schloss auch mit Volierenobmann Walter Ferndriger eine innige Freundschaft. Täglich begleitete sie ihn bei seinem Putz- und Fütterungsrundgang auf Schritt und Tritt (Video) wartete jeweils im Flur, bis er wieder aus den Kojen zurückkehrte und sass ihm auf der Schulter, wenn er seinen Morgenkaffee in der Futterküche genoss. Entsprechend beunruhigt waren Catrin und Walter Ferndriger, als Chica in der ersten Maiwoche plötzlich Krankheitsanzeichen zeigte. Sie hatte Mühe, das Gleichgewicht zu halten und wirkte schwach. Ihr Gefährte Pauli, der sonst immer auf einem eigenen Plätzchen übernachtete, verbrachte die Nächte plötzlich Seite an Seite mit Chica auf deren Ast. Am 7. Mai fuhren Walter und Catrin Ferndriger mit Chica zum spezialisierten Tierarzt Peter Sandmeier in Baden. Der stellte einen Lebertumor in fortgeschrittenem Stadium fest. Der Schock war gross, aber es blieb kein anderer Ausweg, als das Tier von seinen Leiden zu erlösen.

Mehr über Chica und Pauli erfahren Sie unter der Rubrik "Aktuell".

Wer wir sind

Die Ornithologische Gesellschaft ist ein Verein mit Sitz in Solothurn. Präsident ist Ernst Inäbnit. In der Ornithologischen Gesellschaft sind neben dem Natur- und Vogelschutz auch die Geflügel-, Tauben und Kaninchenzüchter organisiert, deren Stützpunkt die Weststadt ist.

Aktuell

Hier finden die Freundinnen und Freunde der Voliere die neuesten Informationen über die Voliere: Wer über Nachwuchs, Neuzuzüger und überhaupt auf dem Laufenden sein möchte, abonniert unter dem Link "Kontakt" den Newsletter der Voliere.

Spenden

Das Betreuungsteam der Voliere Solothurn arbeitet ehrenamtlich. Aber allein das Futter und der Unterhalt der Anlage kosten jährlich mehrere tausend Franken. Nur dank grosszügigen Spenderinnen und Spendern können die Unkosten gedeckt werden.


Walter und Caterina Ferndriger halten die Voliere in Schuss

 

Seit dem Frühsommer 2016 sorgen Walter und Caterina Ferndriger für das Wohlbefinden der gefiederten Bewohner der Voliere. 15 bis 20 Stunden pro Woche füttern sie die rund 180 Tiere, säubern die Kojen und pflegen auch die Umgebung der Anlage.  An fünf Tagen in der Woche - an zwei anderen Tagen übernimmt mit Heinz Stettler der Dritte im Bund - sind sie meist schon m frühen Morgen da. Für Besucherinnen und Besucher gilt: Zwischen 9 und 10 Uhr morgens ist normalerweise jemand vom Betreuungsteam anwesend.

 

Infos zur Voliere

Die Geschichte der Voliere

1901 wurde in Solothurn die erste Voliere eingeweiht. Sie befand sich am Standort der heutigen Baloise Bank SoBa .

Geschichten von hinter den Kulissen

Wer in der Voliere die Vögel betreut, erlebt vieles mit den Tieren: Volierengeschichten von Catrin Ferndriger.

Postkarten von Pauli & Co

Neu: Mit vorerst drei Sujets gibt es jetzt und in limitierter Auflage Postkarten aus der Voliere Solothurn.

Die gefiederte Belegschaft

Lernen Sie die Vögel der Voliere hier kennen und prüfen Sie, ob Sie sich vor Ort noch an sie erinnern.